Alzheimer Gesellschaft fordert mehr Anerkennung in der Pflege

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft fördert zum internationalen Tag der Pflege mehr Anerkennung für alle Formen pflegerischer Tätigkeiten. Besonders die häusliche Pflegeversorgung müsse an Unterstützung gewinnen. Die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geplanten Kürzungen bei den Leistungen für die Tagespflege und der Verhinderungspflege seien so nicht akzeptabel. Unabhängig von der Pandemie bedarf es laut Sabine Jansen, Geschäftsführerin der Deutschen Alzheimer Gesellschaft allerdings nicht nur mehr Wertschätzung, sondern auch Unterstützung auf allen Ebenen. Neben erheblichen körperlichen und seelischen Belastungen sowie persönlichen Einschränkungen müssen pflegende An-/Zugehörige künftig zwangsläufig weitere finanzielle Einbußen in Kauf nehmen. Ein großer Anteil der pflegenden Angehörigen in Deutschland ist berufstätig oder gibt die Berufstätigkeit wegen einer Pflegesituation auf. Gesellschaftliche Anerkennung, so Jansen, bedeute auch, diese Menschen finanziell zu stärken, z.B. durch Lohnersatzleistungen sowie der Anrechnung von pflegerischen Tätigkeiten im Rentensystem. LEsne Sie hier den Beitrag der BAGSO.

Webtrainings Demenz-Partner

Der Kompaktkurs Demenz der Initiative Demenz Partner findet nun auch online statt. Das Webtraining vermittelt für verschiedene Zielgruppen speziell zugeschnittene Informationen über Demenzerkrankungen und Tipps zum Umgang und zur Kommunikation mit Menschen mit Demenz. Die Kurse sind auf der Internetseite der Initiative Demenz Partner (Träger ist die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG)) zu finden.

Studienteilnehmer gesucht!

INTenSE –

„Improving dementia care through self-experience“

Menschen mit Demenz durch Nachempfinden der Situation besser begleiten

Das Forschungsprojekt 

Die Anzahl an Personen, welche an Demenz erkranken steigt. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz besser zu verstehen und kreative Lösungen für eine bestmögliche Pflege und Versorgung zu finden. Speziell geschulte Personen für die Pflege und Versorgung von Menschen mit Demenz sind rar. Fort- und Weiterbildungen vermitteln oft nicht die erforderlichen Einblicke in die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz. Von daher benötigt das Personal zusätzliches Training, um angemessen mit Menschen mit Demenz arbeiten zu können. Das INTenSE-Projekt will durch innovative Lernansätze und Informationstechnologie professionelle Akteur*innen (z.B. Pflegefachpersonen) weiterbilden. Diese Methoden machen es möglich, die Erfahrungen von Menschen mit Demenz nachzuempfinden. INTenSE will im Bereich der Fort- und Weiterbildung mit Methoden der Selbsterfahrung demenzbezogenes Wissen und Verständnis für das Erleben von Demenz europaweit fördern. 

Gruppendiskussionen

Im Rahmen des Projekts INTenSE möchten wir mit drei verschiedenen Personengruppen in Form von Gruppendiskussionen (jeweils 5-8 Personen) sprechen:

  • Menschen mit Demenz
  • Angehörigen, welche Menschen mit Demenz versorgen
  • Professionelle Akteur*innen, welche Selbsterfahrungsinstrumente entwickelt haben, oder diese in Form von Fort- und Weiterbildungen, Workshops, Seminaren etc. anwenden

Diese Gruppendiskussionen führen wir, um herauszufinden, wie Menschen ohne Demenz Menschen mit Demenz besser verstehen können und welche Selbsterfahrungsinstrumente dafür hilfreich sein können.

Warum laden wir Sie ein? 

Wir laden Sie ein, weil Sie Erfahrungen mit Selbsterfahrungspraktiken in Bezug auf das Thema Demenz haben, oder persönlich mit dem Thema Demenz konfrontiert sind. Somit können Sie aus eigener Erfahrung einen Beitrag zum besseren Verständnis von Menschen mit Demenz leisten.

Was beinhaltet die Teilnahme für Sie?

Sie nehmen an einer Kleingruppendiskussion mit 5 bis 8 Personen teil. Aufgrund der Covid-19-Pandemie, wird die Diskussion möglichst online stattfinden. Damit kann auch sichergestellt werden, dass in einem geschützten Rahmen diskutiert werden kann. Ein Mitglied unserer Arbeitsgruppe wird die Diskussion moderieren. Ein zweites Mitglied notiert Besonderheiten im Gesprächsverlauf. Die Gruppendiskussion wird maximal 1,5 Stunden dauern und digital aufgezeichnet. Die verschriftlichten Daten werden anonymisiert, so dass keine Rückschlüsse auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer möglich sind.

Was sind mögliche Vorteile einer Teilnahme?

Wir hoffen, dass unser Vorhaben für Sie interessant ist und Sie von den Erfahrungen und Sichtweisen anderer profitieren können. Sie tragen außerdem mit dazu bei, wichtige Impulse für eine neu zu entwickelnde Intervention der demenzbezogenen Selbsterfahrung zu geben.

Die Teilnahme an dieser Studie ist freiwillig. Sie können jederzeit ohne Angabe von Gründen oder negative Folgen die Teilnahme an der Studie beenden.

Wer ist bei Fragen ansprechbar?

Wir stehen Ihnen jederzeit gerne für Rückfragen zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an:

            Dr. Anja Bieber, Tel. 0345-557 4427, anja.bieber@medizin.uni-halle.de oder

            Juliane Stubner M.Sc., Tel. 0345-557 4148, juliane.stubner@medizin.uni-halle.de

Wir bitten Sie, diese Studie durch Ihre Teilnahme zu unterstützen.

Interview Partner gesucht – Helfen Sie die Alzheimerdiagnose zu verbessern

Haben Sie auch gezögert, bevor Sie den ersten Arzt wegen Ihres Verdachts auf Alzheimer aufgesucht haben? Wäre eine weniger aufwändige Alzheimer Diagnose für Sie wünschenswert? 

Dann helfen Sie uns gemeinsam diesem Wunsch näher zu kommen.

Wir, eine Gruppe Studenten der Mannheim Business School, sind auf der Suche nach Alzheimerpatienten oder Angehörigen, die einen Beitrag leisten wollen, das Thema Alzheimer im Kontext Digitalisierung voranzutreiben. 

Durch eine Befragung mit Ihnen, möchten wir Aufschluss gewinnen, ob neuartige Diagnoseverfahren mithilfe eines Smartphones für Sie einen Mehrwert darstellen. 

Wir freuen uns über Ihre Unterstützung und Mithilfe zur Weiterentwicklung solcher Methoden zur Alzheimerdiagnose. Ein kurzes telefonisches Interview mit Ihnen (ca. 15 Minuten) würde uns sehr weiterhelfen.

Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung unter 0151 17638218.

Sprachleitfaden Demenz

Nicht nur Angehörige von Menschen mit Demenz, sondern auch Bürger:innen im täglichen Miteinander sind oft verunsichert, wie sie mit demenziell Betroffenen sprechen können/sollen/dürfen. Wie spreche ich sie/ihn an? Welche Worte wähle ich? Worauf muss ich achten? Es gibt doch so viel, was man falsch machen kann. Oder?

Die Deutschsprachige Demenz- und Alzheimerogranisation (DADO) hat hierfür einen Leitfaden zusammengestellt, in dem Hintergründe und Hinweise zum Sprechen über Demenz nachzulesen sind. Der bewusste und reflektierte Einsatz von Sprache kann helfen, einen Beitrag für einen rücksichtsvollen und empathischen gesellschaftlichen Umgang mit Demenz zu befördern.

Welt-Alzheimertag: MDR berichtet

Anlässlich des heutigen Welt-Alzheimertages (21.09.) widmet sich auch der MDR dem gesellschaftsrelevanten Thema und beleuchtet dies aus verschiedenen Perspektiven – sowie in Anbetracht der derzeitigen Situation unter besonderer Beachtung der Corona-Pandemie. Zudem berichtet der MDR in einem Beitrag über das DEMENZNETZ Magdeburg. Die Alzheimer Gesellschaft (e.V.) stellt ebenfalls einen Überblick über die im Rahmen des Welt-Alzheimertages stattfindenen Veranstaltungen.

Der heutige Tag soll die gesamtgesellschaftliche Aufmerksamkeit auf Demenz bzw. Alzheimer in Anbetracht der zu erwartenden Zunahme von betroffenen Menschen in den nächsten Jahrzehnten und der demografischen Alterung der Bevölkerung fördern.

Bild: unsplash.com

Online-Vorträge Symptome und Prävention (Aufklärung zum Welt-Alzheimertag)

Experten beantworten Ihre Fragen am 8. und 15. September 2020 von 17:30 bis 18:30 Uhr

  • Kann ich Alzheimer vorbeugen?
  • Wie kann ich mich geistig fit halten?
  • Muss ich mir Sorgen machen, wenn ich mal den Namen von einem Bekannten vergesse?
  • Bei welchen Beschwerden sollte ich zum Arzt gehen?

Haben Sie sich diese Fragen auch schon mal gestellt?

In zwei kostenlosen Online-Vorträgen informieren Alzheimer-Experten zu den Themen Diagnose und Prävention. Über eine Chatfunktion können Sie Fragen stellen, die die Referenten im Anschluss beantworten.

Weitere Informationen unter https://www.alzheimer-forschung.de/alzheimer/veranstaltungen/symptome-und-praevention-kostenlose-online-vortraege/?pk_kwd=N2009-WAT-Einladung&pk_campaign=newsletter&pk_source=email&utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=N2009-WAT-Einladung

Seniorin mit Tablet auf Sofa

Corona: Umgang mit Bewohner*innen mit Demenz in Alters- und Pflegeheimen

Weltweit sind während der Covid-19 Pandemie viele ältere und hochaltrige Menschen schwer erkrankt und verstorben. In vielen Fällen lebten sie in Alters- und Pflegeheimen. Laut aktuellen Berechnungen liegt bei über 80-jährigen Menschen, die an Covid-19 erkranken, bei 10 Prozent. Zusätzlich zur Hochaltrigkeit wird auch eine Demenzerkrankung als Hochrisikofaktor für einen schweren Krankheitsverlauf angesehen. Deshalb sind schnellstmöglich präventive Maßnahmen zum Infektionsschutz notwendig, die zeitgleich eine adäquate und menschenwürdige Lebenssituation von Menschen mit Demenz im Pflegeheim sicherstellen. Das schweizerische Netzwerk Demenz hat zwei Positionspapiere u.a. mit Empfehlungen zum Umgang mit demenziell veränderten Menschen in Pflegeheimen veröffentlicht.

Neue Studie zu Bedürfnissen und Erfahrungen pflegender Angehöriger von Menschen mit Demenz

In einer qualitativen Studie aus Österreich wurden Alltagserfahrungen und Bedürfnisse von pflegenden Angehörigen von Menschen mit Demenz in den Fokus gestellt (veröffentlicht in der Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 2020). Es konnten in diesem Zusammenhang vier wichtige  Themen identifiziert:

  • beängstigende Bilder von Demenz in der Gesellschaft
  • Kontinuität und Konflikte in der Beziehung zur Person mit Demenz
  • Selbstsorge und Umgang mit eigener Gesundheit
  • fehlende Unterstützung und Gemeinschaft
Bild: unsplash.com

Allem voran wurde anhand der Ergebnisse herausgestellt, dass der Kommunikation der Demenzdiagnose im Lebensumfeld eine zentrale Rolle zukommt. Des Weiteren würden bürokratische, strukturelle und finanzielle Abläufe bei der Inanspruchnahme von Unterstützungsleistungen häufig als eher belastend erlebt.
Um Angehörige zu unterstützen, betonen die Autor*innen die Wichtigkeit von Informations- und Unterstützungsangeboten wie z. B. demenzspezifische Fachberatung und Selbsthilfegruppen, die an die individuellen Bedürfnisse von pflegenden Angehörigen und Menschen mit Demenz angepasst sind.

Demenz kann uns alle treffen und gemeinsam können wir etwas bewegen! Werden Sie Mitglied einer durch die Bundeskanzlerin geehrten sozialen Initiative!

Die Alzheimer Gesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. sucht zur Unterstützung ihrer Vereinsarbeit weitere Mitglieder! Wer einen kleinen Beitrag (60 € im Jahr) zur nachhaltigen Verbesserung der Situation von Menschen mit Demenz und pflegenden Angehörigen leisten möchte, kann sich gern per Mail (info@alzheimergesellschaft-md.de) oder telefonisch (0391/2589060) an die Geschäftsstelle wenden. Die Satzung des Vereins finden Sie auf der Internetseite unter www.alzheimergesellschaft-md.de. Mit einem kleinen Beitrag Großes bewirken!

startsocial-Wettbewerb: Bundeskanzlerin ehrt 25 soziale Initiativen für ihr vorbildliches Engagement – Und die Alzheimer Gesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. gehört dazu

München, 27. April 2020 – startsocial ist ein bundesweiter Wettbewerb zur Förderung des ehrenamtlichen sozialen Engagements und steht seit 2005 unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die 25 überzeugendsten sozialen Initiativen der jeweiligen Wettbewerbsrunde werden auf einer Preisverleihung im Bundeskanzleramt geehrt. Sieben von ihnen erhalten Geldpreise im Gesamtwert von 35.000 Euro, darunter ein Sonderpreis der Bundeskanzlerin. Die für den Frühsommer geplante diesjährige Preisverleihung wird aufgrund der Coronakrise zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden. 

„Wir unterstützen seit fast 20 Jahren ehrenamtliches Engagement in Deutschland. Diese Unterstützung ist heute wichtiger denn je, denn eine lebendige Zivilgesellschaft ist insbesondere in Krisenzeiten das Rückgrat unserer Demokratie. Unter dem Motto ‚Hilfe für Helfer‘ stärken wir dieses Rückgrat und möchten insbesondere in dieser Zeit auf die Vielfalt und die Bedeutung ehrenamtlichen Engagements aufmerksam machen“, so Dr. Sunniva Engelbrecht, geschäftsführender Vorstand von startsocial e.V. 

Insgesamt 100 Stipendiatenprojekte erhielten ein Beratungsstipendium und wurden vier Monate lang von erfahrenen Fach- und Führungskräften ehrenamtlich bei ihrer Weiterentwicklung unterstützt. Anhand des erzielten Projektfortschritts sowie der Kriterien Wirksamkeit, Nachhaltigkeit, Übertragbarkeit und Effizienz wählten unabhängige Juroren die 25 überzeugendsten Stipendiaten aus. 

Über startsocial e.V. 
startsocial ist ein bundesweiter Wettbewerb zur Förderung des ehrenamtlichen sozialen Engagements und steht unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Unter dem Motto „Hilfe für Helfer“ vergibt startsocial jährlich 100 viermonatige Beratungsstipendien und 25 Auszeichnungen, darunter sieben Geldpreise, an herausragende soziale Initiativen. In jeder Wettbewerbsrunde bringen rund 500 Fach- und Führungskräfte als ehrenamtliche Coaches sowie Jurorinnen und Juroren ihr Fachwissen und ihre Erfahrung ein. Der Wettbewerb wird seit 2001 veranstaltet und hat bereits über 1.600 soziale Organisationen und Projekte bei ihrer Weiterentwicklung begleitet und unterstützt. Hauptförderer des 16. Wettbewerbs sind die Unternehmen Allianz Deutschland AG, Deutsche Bank AG, Atos, ProSiebenSat.1 Media SE und McKinsey & Company.